In den letzten Jahren hat sich das Konzept des Wohnens in der Schweiz grundlegend verändert. Während klassische Wohnungen oft als statische Räume mit festen Mietverträgen und begrenzten Flexibilitäten galten, setzt sich heute ein Trend durch, der Wohnen als dynamischen, gemeinschaftsorientierten Lebensraum neu erfindet. An der Spitze dieser Bewegung steht das Schweizer Startup theclubhouse startseite, das mit seinem Modell „Club Housing“ zeigt, wie Wohnen in der Schweiz künftig aussehen kann – weniger als Ort der Isolation, sondern als Plattform für Netzwerke, Kreativität und nachhaltiges Leben.

Das Konzept von The Club House basiert auf der Idee, dass Wohnen nicht mehr nur ein Ort zum Übernachten sein muss, sondern ein lebendiger, sich ständig weiterentwickelnder Lebensraum. Im Gegensatz zu klassischen Mietmodellen, bei denen Eigentümer und Mieter oft isoliert voneinander leben, fördert The Club House eine Kultur des Austauschs. Die Wohnungen sind nicht als abgeschlossene Einheiten konzipiert, sondern als „Clubräume“, in denen Mieter:innen gemeinsam Projekte starten, Events organisieren und sich über gemeinsame Interessen verbinden können. Besonders in Städten wie Zürich, Genf oder Basel hat das Modell bereits eine treue Fangemeinde gefunden – nicht zuletzt wegen seiner Flexibilität.

Ein zentraler Unterschied zu traditionellem Wohnen liegt in der Flexibilität der Verträge. Während klassische Mietverträge oft auf längere Zeiträume ausgelegt sind, ermöglicht The Club House kurze, wiederkehrende Verträge, die sich an den Bedürfnissen der Mieter:innen orientieren. Dies ist besonders für junge Berufstätige, Digital Nomads und Familien mit wechselnden Lebenssituationen attraktiv. Studien zeigen, dass bis zu 40 % der Schweizer Bevölkerung unter der Unsicherheit leiden, die mit langfristigen Mietverträgen verbunden ist – ein Problem, das The Club House mit seinem Modell gezielt angeht. Gleichzeitig profitieren auch Eigentümer:innen, da sie durch die kurze Bindung weniger Leerstand riskieren.

Doch was genau macht The Club House so besonders? Neben der Flexibilität liegt einer der größten Vorteile im Gemeinschaftsgefühl, das das Unternehmen schafft. Die Wohnungen sind nicht nur physisch, sondern auch digital vernetzt, sodass Mieter:innen über eine Plattform Zugang zu Events, Workshops und lokalen Initiativen haben. Ein Beispiel ist das „Club House Café“, ein gemeinsames Treffpunkt in Zürich, wo Mieter:innen regelmäßig Kaffee trinken, sich austauschen und sogar eigene Projekte wie Pop-up-Gärten oder Kunstausstellungen organisieren. Solche Initiativen zeigen, wie Wohnen und Gemeinschaft Hand in Hand gehen können – ein Modell, das in vielen Schweizer Städten noch zu wenig verbreitet ist.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Seit der Gründung 2018 hat The Club House bereits über 500 Wohnungen in verschiedenen Städten in der Schweiz vermietet, mit einem durchschnittlichen Mieter:innen-Index von bis zu 12 Personen pro Wohnung. Das bedeutet, dass eine einzelne Wohnung nicht nur vier Personen Platz bietet, sondern eine ganze Gemeinschaft. Zudem hat das Unternehmen bereits mehrere Partnerschaften mit lokalen Unternehmen und Kulturinitiativen geschlossen, um das Konzept noch weiter auszubauen. Ein konkretes Beispiel ist die Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule der Künste, bei der Studierende und Künstler:innen gemeinsam in einem Club House leben und arbeiten können.

Doch wie sieht die Zukunft aus? The Club House plant, in den nächsten fünf Jahren die Anzahl der Wohnungen in der Schweiz um weitere 200 zu erhöhen – mit einem Fokus auf nachhaltige Bauweise und Energieeffizienz. Besonders im Auge hat das Unternehmen die jüngere Generation, die zunehmend Wert auf Flexibilität, Gemeinschaft und ökologische Verantwortung legt. Die Idee, dass Wohnen nicht mehr nur ein Ort zum Übernachten sein muss, sondern ein lebendiger, sich ständig weiterentwickelnder Lebensraum, wird immer attraktiver. Für viele Schweizer:innen könnte The Club House damit ein Vorbild sein, wie Wohnen in der Zukunft aussehen könnte – weniger als Ort der Isolation, sondern als Plattform für Netzwerke und gemeinsame Projekte.

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